Die Propagandamaschine des FC Bayern läuft


Ja man kann sagen, sie läuft auch hochtouren. Zwei Wochen nach den Fanprotesten bekommt man ein Bayern-Magazin das fast zur Hälft aus Artikeln zu Uli Hoeneß besteht. Auf der Homepage und in jedem Interview wird zu jeder Zeit betont, wie toll unser Uli doch ist.

Dazu kommt am Wochenende die Demonstration der Gegengerade pro Uli Hoeneß. Der Initiator hat angekündigt 2000 Pro-Uli-Shirts kostenlos auszulegen. Wenn da nicht auch der Verein seine Finger (finanziell) im Spiel hat. Wie soll das ganze sonst finanziert werden? Und ist schon ein genialer Schachzug rot als Protestfarbe auszuwählen. Dann kann man auf jeden Fall von einem gelungen Protest reden, da unsere Vereinsfarben rot-weiß sind und ca. 90 Prozent der Zuschauer rot gekleidet ins Stadion kommen.

Um gegen Leverkusen auch ja keinen einzigen Protest zuzulassen, wurden der Südkurve die letzten Freiräume genommen. Was das konkret bedeutet, kann man dem aktuellen C12 Newsletter entnehmen:

Der FC Bayern hat heute als Reaktion auf das Gladbach-Spiel folgende „Strafen“ für die Südkurve bekannt gegeben (der Begriff „Strafen“ stammt von uns, die Polizei spricht ganz neutral von „einige durch den Verein veranlasste Maßnahmen“:

– Das Megaphon in der Südkurve ist ab sofort verboten – Das Vorsängerpodest wurde entfernt

– Beim letzten Gespräch vereinbarte Maßnahmen zum Blockzugang 112/113 zugunsten der Fans werden wieder gestrichen

– Die Eingangskontrollen in die Blöcke 112/3 werden noch mal weiter verschärft (zusätzliche Körperkontrollen)

Außerdem hat die Fanbetreuung u.a. auf fcb.de und in Gesprächen mit dem Fanprojekt angekündigt, gegen nicht angemeldete Transparente „vorzugehen“.

Bedauerlich, aber irgendwie auch bezeichnend ist, dass die Fanorganisationen von diesen Maßnahmen durch das Münchner Fanprojekt erfahren mussten. Obwohl 13 Tage zwischen den Vorfällen und dem Verkünden der Maßnahmen vergangen sind, kam es nicht zu einem Gespräch zwischen Fanvertretern und Vereinsführung. Auch der Arbeitskreis Fandialog, der vor drei Jahren gerade auch dafür gegründet wurde, im Falle von Unstimmigkeiten zwischen Vereinsführung und Fans zu vermitteln, wurden nicht einbezogen, sondern vor vollendete Tatsachen gestellt.

Unsere Vereinsführung verhält sich einmal mehr sehr ungeschickt im Umgang mit den eigenen Fans. Unbequeme Meinungen werden ab sofort nicht mehr akzeptiert und den Fans alles gestrichen. Damit sind die nächsten Konflikte vorprogrammiert. Das der Klub da nicht mal in der Lage ist, den Fans diese „Strafen“ persönlich mitzuteilen, ist ja auch der Hammer.

Das ist momentan auch nicht „FC Bayern like“ und ein Tritt in den Arsch der gesamten aktiven Fanszene. Ich bin gespannt was jetzt am Sonntag passiert, da steckt riesen Konfliktpotenzial drin. Ich hoffe die Situation eskaliert nicht weiter.

Die Mannschaft braucht die Unterstützung und die drei Punkte gegen Leverkusen!

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