Uli Hoeneß in „Welt“ und „Zeit“


Uli Hoeneß hat sich mal wieder zu Wort gemeldet. Doch dieses mal hatten seine beiden Interviews in der „Zeit“ [> siehe hier] und „Welt“ [> siehe hier] eine ganz besondere Brisanz, äußerte sich der Manager doch ausführlich zur scharfen Kritik von Philipp Lahm vom letzten Samstag in der „Süddeutschen Zeitung“ [> siehe hier].

Und was soll ich sagen, ich bin enttäuscht und ernüchtert. Ich hatte wenigstens gehofft er geht ein wenig auf die Kritik ein. Aber er hat wirklich alles von sich abgewiesen und alles dummes Zeug dargestellt. Das ist einfach nicht richtig so.

Korrekt ist auch nicht die Art und Weise wie er das gemacht hat. Er fordert von den Spielern, dass sie in sein Büro kommen und man angesicht zu angesicht redet. Doch er gibt jetzt zwei Interviews und nagelt darin Spieler wie Rensing und Trochowski völlig unbegründet an die Wand. Nur weil er seit dem Lahm-Interview schlecht zu sprechen auf den Berater der drei – Roman Grill – ist.

Das Interview zeigt einmal mehr das die Zeit von Hoeneß abgelaufen ist. 30 Jahre hat er den Klub zumeist gut geführt, doch der Fußball hat sich auch weiter entwickelt und Hoeneß ist mit dieser Entwicklung nicht mitgegangen. Er beharrt einfach nur noch drauf Recht zu haben, und kann nicht einsehen dass auch mal andere Recht haben können. Es ist nicht mehr so einfach wie früher als du in der Bundesliga den anderen Teams die besten Spieler weggekauft hast und dann ohne Probleme Meister geworden bist. In der Bundesliga gibt es mittlerweile eine starke Konkurrenz die solide wirtschaftet und gute Transfers tätigt. Und das ganze mit einem wesentlich kleineren Etat als wir. Und international sind wir sowieso nur noch Mittelmaß mit unserer Transferpolitik. Doch Hoeneß versteht das nicht was Lahm nur allzugut beschrieben hat.

Beispiele mit anderen erfolgreichen Verein (z.B. Barcelona) werden einfach abgewiesen mit dem Verweis auf die Schulden oder jahrelange Zeit ohne Titel (Arsenal). Das kann aber nicht alles sein. Im Fußball geht es um viel mehr als um ein großes Festgeldkonto – wir sind keine Bank. Wir brauchen ein durchgängiges Konzept, eine klares Transferplitik, ein eindeutiges Spielsystem,… Es ist gut das Hoeneß aufhört, aber leider hat er mit Nerlinger schon seine Marionette installiert. Ich würde mir wünsche das ich Nerlinger damit unrecht tue, aber der Glauben daran fehlt mir.

Ach ja, wie heißt das schöne Sprichtwort noch mal? Getroffene Hunde bellen? Also wenn sich Hoeneß so aufregt muss ja schon ziemlich viel Wahrheit in den Lahm-Aussagen stecken.

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2 Antworten zu Uli Hoeneß in „Welt“ und „Zeit“

  1. Armin schreibt:

    Oh wie wahr, wie wahr.
    Ich gebe euch auf ganzer Linie recht. Es war sicherlich zwischenmenschlich nicht der beste Weg von Lahm die Zeitung zu wählen, aber es ist eine Sache die einfach einmal gesagt werden musste. Auf der anderen Seite allerdings, wenn man sieht wie Höneß auf Kritik reagiert, dann ist es vielleicht wohl der einzige Weg gewesen etwas Gehör zu finden und eine Diskussion anzuregen.
    Ich denke zur Problemlösung ist Kritikfähigkeit eine sehr wichtige Tugend. Es geht ja nicht darum alles schlecht zu machen was Höneß gemanaged hat, sondern es gemeinsam besser zu machen.
    Hoffentlich hat er da Einsicht und in Zukunft wird die Kurve wieder nach oben zeigen.

  2. bayern-fansite schreibt:

    Leider glaube ich das er diese Einsicht nicht hat.
    Die Interviews zeigen das doch schön, fast jeder Kritikpunkt wird als falsch abgestritten und mit einem schlechten Gegenbeispiel wiederlegt. Leidert hat Hoeneß nichts verstanden. Wie in meinem Eintrag schon erwähnt, ich hoffe sehr das Nerlinger da ein wenig was verändern kann. Er muss seinen eigenen WEg gehen unabhängnig von Hoeneß. Ich kann aber nicht daran glauben. hoeneß wird auch in zkunuft die Fäden in der Hand halten. Was nicht gut ist, er ist über seinen zenit hinaus. Aber ich lasse mich gerne positiv überraschen…..

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